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Spurrillen

Spurrillen

Die tiefen Einschnitte im Weg stammen von Transporten aller Art.

Viele Jahrhunderte lang war dieser Weg die einzige Zufahrt zur Burg.

Die Vermutung, dass sich die feine Herrschaft mit Kutschen auf die Burg bringen ließ, ist nicht ganz richtig. Pferde können Lasten nur schwer über diesen steilen, steinigen Weg bergauf ziehen und bergab ist für die Tiere selbst das Abbremsen des eigenen Körpergewichtes sehr anstrengend, sodass dies, besonders hier, mit einer schiebenden Last wie einer Kutsche sehr schwierig wäre. 

Jene feinen Damen und Herren, die nicht zu Fuß gehen oder von einem Maulesel getragen werden wollten, ließen sich bequem mit einer Sänfte auf die Burg bringen. Eine Solche ist im Burgmuseum zu sehen. 

Schwere Lasten wie Proviant und Baumaterialien wurden sehr wahrscheinlich mit der kombinierten Kraft von Menschen und Tieren über diesen Weg befördert.

An vielen Stellen des Burgweges erkennt man noch immer die tiefen Spurrillen im porösen Tuffstein.

Bis in die 1980er Jahre hatten Bauern der Umgebung Ackerflächen auf dem fruchtbaren, vulkanischen Boden des Burgberges gepachtet. Die Bewirtschaftung dieser Felder erfolgte ebenfalls über diesen Weg.